GE4107 Max  Slevogt, Doppelstudie  auf  Holz
GE4107 Max Slevogt, Doppelstudie auf Holz

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GE4107 Max  Slevogt, Doppelstudie  auf  Holz
GE4107 Max Slevogt, Doppelstudie auf Holz

GE4107 Max Slevogt, Doppelstudie auf Holz

750 Euro

Auktion vom 22.3.2014

Am 4. Mai diesen Jahres eröffnet das Landesmuseum Mainz die große Sonderausstellung "Max Slevogt. Neue Wege des Impressionismus". Die Schau zeigt erstmalig den umfangreichen Nachlaß des Künstlers.

Parallel zu den Vorbereitungen dieser Ausstellung offerieren wir hier einen kapitalen Fund, der zum graphischen Werk Slevogts bedeutende Ergänzungen bzw. Quellen liefert. Nach intensiven Recherchen in Kooperation mit Frau Dr. Sigrun Paas, mit dem Bundeskriminalamt sowie mit Lostart konnte eine Übereinstimmung der Objekte mitden national wie international verzeichneten Fahndungsbeständen sowie mit den Verzeichnissen kriegsbedingter Verluste von Werken des Künstlers ausgeschlossen werden.

Angeboten werden sieben Kupfer-Druckplatten zu Radierungen sowie vier Original-Entwürfe Max Slevogts, davon zwei zur Holzschnitt-Folge "Die Nibelungen". Der gesamte Fund zeigt paradigmatisch die große thematische Bandbreite des graphischen Werkes des Künstlers. Unter den Kupfer-Druckplatten finden sich Raubtier-Motive, Märchenillustrationen sowie ein Faust-Motiv. Von den vier Originalen zeigen drei Skizzen bedrohliche Kampfesszenen, ein Genre, das Slevogt bevorzugt in der Radiertechnik ausführt (vgl. Norbert Suhr, Max Slevogt als Graphiker, in: Max Slevogt. Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen, hg. v. E.-G. Güse, H.-J. Imiela, B. Roland, Stuttgart 1992, S. 76).

Zwei der Originale, in Mischtechnik auf Holz gemalt, konnten als Slevogt-Entwürfe der 1918 entstandenen Holzschnittserie zum Nibelungenlied identifiziert werden, die Slevogt in Zusammenarbeit mit Oskar Bangemann 1925 veröffentlichte (vgl. Norbert Suhr, Max Slevogt als Graphiker, in: Max Slevogt. Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen, hg. v. E.-G. Güse, H.-J. Imiela, B. Roland, Stuttgart 1992, S. 83).

Inihrer 2013 veröffentlichten Publikation "Max Slevogt und die Pfalz" zitiert Sigrun Paas den Freund des Künstlers, Johannes Guthmann, zur Beschreibung der Umstände des Schaffens Slevogts im letzten Kriegsjahr 1918 wie folgt:" Für den November (1918) war die Übersiedlung der Familie Slevogt nach Berlin vorgesehen gewesen. Da wurden die Rheinbrücken gesperrt, kein Wagen war mehr zu bekommen, Slevogts waren in der Pfalz blockiert, fast wie Gefangene auf Neukastel. Und sehr bald wirkliche Gefangene! ... dem Hause wurde das Telephon genommen, dem Gutsherrn ... der Pürschgang auf eigenem Grunde verboten, ja das Malen untersagt. Man wurde beobachtet. Wohl schlichen gute Freunde hinauf, zu helfen, zu raten. Aber das änderte nichts an der Tatsache, dass Slevogts nun im eigenen Hause Gefangene waren. Wochen vergingen, ohne dass ein Brief den Weg hinauf fand... Ja, Slevogt war einsam.Und doch nicht! Sein Griffel war ihm geblieben, und nachts bei heimlichem Lampenschein gediehen ihm die kostbarsten seiner graphischen Werke. Die Randzeichnungen zur Originalhandschrift zu Mozarts "Zauberflöte"; aber auch die von ihm selbst zum ersten Mal erprobten Schnitte in Holz, die "Nibelungen-Blätter" ... (Sigrun Paas, Max Slevogt und die Pfalz, Halle 2013, S. 30f). Die Worte des Freundes veranschaulichen einprägsam die Entstehungsumstände der zwei aufgefundenen Entwürfe zu den Nibelungen-Holzschnitten.

Max Slevogt: Landshut 1868 - 1932 Landsweiler/Neukastel. BedeutenderMaler, Grafiker, Bühnenbildner, Illustrator. Studium an den Akademien in München und in Paris. Mitglied der Berliner Secession, Professor.

Motive: Original-Skizze, OTempera auf Holz, Holzplatte beidseitig bemalt. Maße: 20,7 x 35,3 cm.

Motivbeschreibung: a) Recto: Architekturmotiv mit Baum in Kartusche, daneben eine anthropomorphe Fischgestalt.

b) Verso: Liegende Frau. Vom Kuer bezeichnet mit "O bzw. "Tempera".

Provenienz: Aus alter süddeutschen Privatsammlung, bislang in Fachkreisen der Slevogt - Forschung nicht bekannt. Von Frau Dr. Sigrun Paas persönlichin Augenschein genommen.

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