Unsere kommende Auktion: 25. Januar 2020

 

Der Katalog zu unserer Winter-Auktion ist in Bearbeitung.

Unter dem Menüpunkt "Vorschau" und im "Künstlerverzeichnis"

haben Sie die Möglichkeit,

      sich über ausgewählte Objekte der Auktion

      sowie die vertretenen Künstler zu informieren.

 

 

 

Vorbericht Winter-Auktion 25. 01. 2020

In der Winterauktion am 25.  Januar 2020 werden rund 360 Objekte Kunst & Antiquitäten aus unterschiedlichen privaten Provenienzen aufgerufen.

 

Vor allem die Sparte der Gemälde ist mit 110 Positionen reich beliefert worden und enthält gleich mehrere Spitzenlose und viele Trouvaillen. Für 28.000,- Euro Startpreis wird ein großformatiges Gemälde Oskar Mulleys angeboten. Das ca. 86 x 160 cm (mit Rahmen 104 x 178 cm) messende, gespachtelte  Gebirgsmotiv, das alle Qualitäten des Malers vor Augen führt, zeigt einen Berghof mit Nebengebäude vor schneebedecktem Bergmassiv. Die Farbe spiegelt in ihren Graten der Spachtelspuren die felsige Natur.

Ebenfalls von Oskar Mulley gelangt für 11.000,- Euro Limit  ein beeindruckendes Schneestück in Hochgebirgslandschaft zum Aufruf, das in seiner Manier an Mulleys Zeitgenossen und Malerkollegen Alfons Walde erinnern mag. Mulley zeigt einen Landschaftsausschnitt, der durch die ausdrucksstarke Darstellung der Schneefläche und einer wirkungsvoll an den rechten Bildrand gesetzten Baumgruppe in seiner scheinbaren Zufälligkeit perfekt den Gebirgswinter in inszeniert.  Das ca. 50 x 68 cm große Ölgemälde auf Leinwand dürfte um 1919 entstanden sein und wird in massivem, tiefem Holzrahmen angeboten, der die Ausschnitthaftigkeit des Gemäldes durch die betonte Abgegrenztheit von der umgebenden Wirklichkeit unterstreicht.

Zwei weitere Gemälde von Oskar Mulley, ein Werk der Frühphase und eines der Spätphase zeigen andere, ebenso reizvolle Facetten des Malers. Aus der Frühphase des Malers stammt eine in Öl auf Leinwand auf Karton aufgebrachte nächtliche Ansicht der Festung Kufstein unter Sternenhimmel. Im Vordergrund das schneebedeckte Ufer des Inn, auf der gegenüberliegenden Flußseite von Lichterschein erleuchtete Häuser Kufsteins (Limit: Euro 2.800.-).
Für 1.500,- Euro gelangt ein in Öl auf Karton gemalte Landschaft der Spätphase Mulleys zum Aufruf, die eine Naturidylle in Voralpenlandschaft wiedergibt. Im leicht geröteten Licht einer Sommer-Dämmerung gruppiert der Künstler Bäume und Sträucher am Ufer eines voralpinen Sees.

Ein weiterer Hingucker der Gemälde-Offerte dürfte ein Kniestück Friedrichs des Großen aus den 1760er Jahren  sein, das Einflüsse des des Malers Johann Heinrich Christian Franke aufweist. Das in Öl auf Leinwand gemalte Porträt Friedrichs II. zeigt den reifen König mit Marschallstab vor einer Landschaft, neben sich der abgelegte Hermelin-Mantel und ein mittelalterlicher Helm. Im Hintergrund Schlachtengeschen. Das ca. 140 x 110 cm große Gemälde stammt aus Privatbesitz und trägt die Spuren seines Schicksals: das Bild wurde von den Vorfahren des heutigen Besitzers 1945 im Krieg aus deren brennendem Haus in Berlin gerettet, indem es aus seinem Rahmen geschnitten und gerollt wurde (Limit: 5.000,- Euro).

Von Paul Freiherr von Tiesenhausen, gebürtig aus Estland, bis 1861 russischer Offizier, später akademischer Maler in München, stammt eine großformatige Schiffs-Szene mit der Darstellung der Beladung eines großen Seglers mittels Zubringerbooten, die Lebensmittel an Bord verladen. Das ca. 104  x 174 cm große Gemälde aus dem Jahr 1873 soll mindestens 2.800,- Euro erbringen.

Ebenfalls von einem in der Münchner Akademie ausgebildeten Maler gelangt ein weiteres interessantes Gemälde zur Auktion: Eine Schlachtenszene des für seine See-Schlachten-Gemälde bekannten und gefragten Kriegsmalers Zeno Diemer ( 1867-1939). Das ungewöhnliche, ergreifende Bild im gelängten Hochformat von 120 x 60 cm, signiert und datiert 1897, zeigt eine im Abendrot liegende Winterlandschaft mit baumbestandener Allee  und Wassergraben. Durch die aufgrund von Routine präfigurierte Wahrnehmung einer Schneelandschaft im Abendrot nimmt der Betrachter erst um einen Moment verzögert die Kriegs-Gefallenen (wohl der Schlacht von Orleans am 3./4. Dezember 1870)  im Schnee liegend wahr und die Spuren von Kanonenwagen als weitere Verweise auf das grausame Kriegsgeschehen. Das qualitätvolle Ölgemälde  des am Kunstmarkt gut bewerteten Zeno Diemer ist bei moderaten 1.200,- Euro angesetzt.

 Neben den genannten Werken sind viele namhafte Künstler in der Gemälde-Offerte vertreten, u. a. Otto Pippel  mit einer Szene im Cuvillies-Theater in München, Julius Seyler, von dem gleich mehrere Ölgemälde aufgerufen werden (unter anderem ein Indianer-Motiv), Hugo Schnars-Alquist, Paul Mathias Padua mit einem bezaubernden Motiv eines Zitronen-Mädchens, Anton Zwengauer, Karl Stuhlmüller, Ernst Liebermann, Adolf Chwala, Edward Theodore Compton, Adolf Stademann, Thomas Walch-Imst, Eugen Bracht, Sascha (Aleksander) Schneider, Willy Moralt, Emil Orlik, Wilhelm Kohlhoff u. v. a. m.

 

 In der Offerte des Silbers sei eine Breslauer Maria Immaculata hervorgehoben. Die im 18. Jahrhundert entstandene Maria steht auf einer Weltkugel mit Mondsichel und Schlange, ihr Haupt umflattert ein Tuch, darüber der Sternenkranz. Die Figur ist auf einen samtbezogenen Sockel mit silbernem Marien-Monogramm montiert. Die Punzierung verweist auf einen Breslauer Meister. (Höhe mit Sockel: ca. 58 cm, ohne Sockel: 37 cm, Limit: 1.000,- Euro).

 Aus zwei hochkarätigen süddeutschen Sammlungen stammen mehrere Fayence-Walzenkrüge und Steinzeug-Humpen erster Qualität. Ein großer Creussener Krug von 1664 in guter Erhaltung ist bei 1.200,- Euro limitiert. Für 750,- Euro wird ein Annaberger Hochzeitskrug aufgerufen mit schauseitig aufgelegtem Halbbildnis eines Brautpaares. Zwei Annaberger Walzenkrüge mit den aufgelegten Konterfeis eines Kurfürsten nebst Gattin sollen zusammen mindestens 1.000,- Euro erbringen. Ein großer Altenburger Walzenkrug stammt aus der Sammlung des Fabrikanten Fritz Holtzapfel, seit 1898  Inhaber der Blau-Fabrik in Grub bei Coburg.

 Die Sparte der Gläser zeichnet sich durch eine kleine Kollektion französischer Jugendstil-Vasen aus. Darunter Gallé-Vasen unterschiedlicher Entstehungsphasen und unterschiedlicher Dekore, die zwischen 180,- Euro und 300,- Euro aufgerufen werden.

Zwei kantige Vasen der Kristallérie Daum / Nancy dürften das Interesse von Daum-Liebhabern wecken. Beide Vasen sind mit eisglasartiger Wandung und geätztem Überfang-Reliefdekor verziert, einmal in gelben Tönen mit Brombeerdekor, einmal in violetten Farbtönen mit Clematis-Dekor. Beide Vasen sind einzeln bei je 280,- Euro günstig limitiert.

Von dem britischen Konstruktivisten Kenneth Martin stammt eine kinetische Installation, eine in nur fünf Exemplaren ausgeführte beweglich veränderbare Skulptur der Serie „Variable“.  Der Startpreis für die in ihrer Gestalt und Wirkung vielfältig variierbare Metall-Konstruktion auf Holzsockel liegt bei moderaten 300 Euro. Mit 12 Metall-Objekten war Kenneth Martin 1968 auf der 4. documenta in Kassel vertreten.

 

 Aus gleicher Quelle einer süddeutschen Sammlung gelangt eine Reihe von Grafiken  zur Auktion. Vertreten sind unter anderem Richard Paul Lohse, Ernst Ludwig Kirchner, Alain Jacquet, Dora Maurer, Jiri John und Wilhelm Kuhnert. Aus anderer Provenienz werden vier Farblithographien von Le Corbusier versteigert (Limit zw. 400,- und 700,- Euro). Eine Radierung von Adriaen von Ostade, „Das Frühstück“, soll mindestens 450,- Euro erbringen. Von Albrecht Dürer wird ein Holzschnitt aus dem Marienleben für 700,- Euro ausgerufen.

 

 Wie in den vergangenen Auktionen wird auch in dieser Winterauktion eine Auswahl an Schach-Antiquitäten ausgerufen. Zwei indische Raritäten seien hervorgehoben. Ein Miniatur-Schach-Tisch in Elfenbein mit äußerst fein geschnitztem Dekor wurde in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in einer Elfenbein-Werkstatt in Vizagapatam / Indien gefertigt, wie der selten erhaltene Original-Kasten bezeugt (Limit: 2.500,- Euro)  Ein vollständiger Schachfiguren-Satz aus Rajasthan / Indien mit Sänften tragenden Kriegselefanten, berittenen Kamelen und Pferden stammt aus dem 18./19. Jahrhundert. Die in Elfenbein gearbeiteten Figuren sind bei  900,- Euro limitiert.

 

 Ein weiteres Kleinod, das älteste Objekt der Auktion, stammt aus Limoges / Frankreich. Es handelt sich um einen Limousiner Kruzifixus, vermutlich das Mittelstück eines Vortrage-Kreuzes, die Balken aus Kupfer, farbig in Grubenschmelz-Technik emailliert, das Corpus in Bronze gegossen. Das romanische Kreuz aus der Zeit um 1200, vergleichbar mit ähnlich gearbeiteten Exemplaren  der Epoche  in Museums-Kollektionen (etwa im Museum für Angewandte Kunst Frankfurt /M.), gelangt für 2.400,- Euro zum Aufruf.

 

 



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R&K Kunstauktionen - Gemäldeauktionen -Ergebnisbeispiele:

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