Unsere kommende Auktion: 19. Januar 2019

 

Vorbesichtigung: 12. bis 16. Januar, jeweils 14°° - 18°° Uhr


In unserer "Vorschau" sowie im Künstlerverzeichnis 19. Januar 2019 haben Sie Gelegenheit,  sich bis zu Erscheinen des Kataloges vorab über einzelne Objekte der Auktion zu informieren.


 

 

Vorbericht zur Auktion von Richter & Kafitz am 19. Januar 2019

Richter & Kafitz in Bamberg beginnt das neue Jahr mit einer Auktion von rund 350 marktfrischen Objekten aus dem Bereich von Kunst und Antiquitäten des 12. bis 21. Jahrhunderts.

Die Gemälde-Offerte wird angeführt von einem pastosen, farbintensiven Gemälde des Malers Oskar Mulley. Das auf Karton ausgeführte, ca. 50 x 41 cm messende Gemälde zeigt im Vordergrund ein an den Betrachter gleichsam herangezoomtes Berggehöft mit gegenüber gelegenem Nebengebäude mit Feuerglockenturm. Zwischen den angeschnittenen Gebäuden wird der Blick auf das nah hinter den Häusern gelegene Bergmassiv frei, dessen Gipfel mit Schnee bedeckt sind. (Limit: 12.500,- Euro).

Aus unterschiedlichen privaten Provenienzen stammen einige hochkarätige Gemälde der Münchner Schule. Etwa eine Schafswäsche (ca. 41x56 cm) sowie „Drei Jungrunder bei den Heuhütten“ (ca. 60 x 80 cm) von Heinrich von Zügel. Beide Gemälde sind im Werksverzeichnis von Eugen Diem abgebildet und sollen mindestens 1.800,- Euro bzw. 2.400,- Euro erbringen. Von Eduard Schleich dem Älteren gelangt eine Ammersee-Szene zur Auktion. Das in Öl auf Papier auf Leinwand gemalte Bild misst 28 x 47 cm und bietet einen lichten, beschaulichen Blick in den Alltag der Fischer. Bei Siegfried Wichmann, Meister, Schüler, Themen wird das Gemälde als Tafel 237 aufgeführt (Startpreis: 2800,- Euro). Christian Friedrich Mali ist vertreten mit einer großformatigen Darstellung von Kühen im Hochgebirge, von denen eines der naturalistisch gegebenen Rinder direkt auf den Betrachter zuzulaufen scheint (Maße: ca. 70 x 120 cm, Limit: 3600,- Euro). Als weitere Vertreter der Münchner Schule in der Auktionsofferte seien folgende Maler genannt: Adolf Stademann (Eisvergnügen, Limit: 850,- Euro), Anton Doll (Winterliches Treiben am Weiher, Limit: 1.200,- Euro), Otto Gebler (Schäfer mit Herde, Limit: 1.200,- Euro), August Splitgerber (Nachtwächter, Limit: 700,- Euro) sowie Otto Pippel (Heuernte, Limit: 1000,- Euro).

Von Adolf Frey-Moock werden gleich fünf Gemälde einer Privatsammlung aufgerufen. Hervorgehoben sei eine großformatige, an Böcklin erinnernde Darstellung von Dante und Vergil in der Dante-Barke (Maße: ca. 116 x 148 cm, Limit: 2.200,- Euro).

Aus gleicher Sammlerhand dürfte ein illustres Kleinformat Interesse wecken. Aufgerufen wird ein Halbbildnis Friedrichs des Großen, aquarelliert von Daniel Chodowiecki, am rechten Rand der Darstellung signiert und am unteren Rand des Blattes von  dritter Hand bezeichnet und datiert 1797, unter Glas gerahmt in gold gefasstem Louis-Seize-Rahmen mit partiell beschädigter, geklebter Wappen-Bekrönung. Das ca. 10  x 7,5 cm messende Bildnis des Preußen-Königs in Dreispitz, Harnisch und Hermelin-besetztem Umhang ist bei 300,- Euro limitiert.

Die Grafik-Offerte der Auktion umfasst viele bekannte Namen. Von dem Südtiroler Carl Moser werden zwei Holzschnitte aufgerufen, einmal der „Stallerhof“ bei Bozen (Limit: 1.800,- Euro) und zum anderen das „Sarner Bauernpaar“ (Limit: 1.200,- Euro). Ein Holzschnitt „Five Circles“ von  Ben Nicholson, der als Pionier der abstrakten Kunst in England gelten darf, ist bei moderaten 460,- Euro limitiert.

Für Schach- und Spielstein-Sammler bietet die Auktion viele interessante Objekte. Aus dem 12. Jahrhundert stammen zwei Positionen musealer Brettspiel-Steine aus der Sammlung des Schach-Großmeisters Lothar Schmid. Die eine Position umfasst zwei in Elfenbein gearbeitete, im Durchmesser je ca. 5,3 cm messende Spielsteine aus einem Set, beide fein reliefiert beschnitzt mit religiösen Szenen. Bei der zweiten Losnummer handelt es sich um einen beinernen, grün gefärbten romanischen Brettstein (Durchmesser ca. 3,5 cm). Das in zwei Schichten gearbeitete Stück ziert schauseitig eine geschnitzte Pfauen-Darstellung, mit Stiften am Hintergrund befestigt. Die Limite für beide Positionen sind mit 400,- Euro und 200,- Euro reizvoll niedrig angesetzt.

Weiterhin gelangt ein kompletter Satz Nürnberger Holz-Spielsteine des 18. Jahrhunderts zur Auktion, beschnitzt mit den Brustbildern königlicher Hoheiten des 17. Und 18. Jahrhunderts, mit erotischen Szenen und Sinnsprüchen. (Limit: 2000,- Euro). Eine anderer Satz von 12 Brettsteinen um 1700 wurde kunstvoll in dunklem Tropenholz und Elfenbein gearbeitet. Die Mitte der scheibenförmigen Steine ziert jeweils ein verglaster Kupferstich. Besonders reizvoll ist dieser Satz in Verbindung mit der dazu gefertigten, ebenfalls in dunklem Tropenholz mit Elfenbein-Akzenten gearbeiteten zylindrischen Dose. (Limit: 600,- Euro).

Für die Sammler von Schach-Raritäten findet sich ein komplettes indisches Figuren-Set des beginnenden 19 Jahrhunderts. Der attraktive, rot und grün gefärbte Elfenbein-Satz mit Elefanten, Kamelen und Pferden gelangt für 4000,- Euro zum Aufruf. Ein barocker Spielbrett-Kasten mit Spielfeldern für Schach, Backgammon und Mühle, partiell mit Elfenbein-Intarsien gearbeitet, ist bei 900,- Euro angesetzt.

Im Angebot der Skulpturen verdient besonders ein in Silber gearbeiteter Bacchus des Barock Hervorhebung. Die mit Frankfurter Punze versehene Figur des frühen 18. Jahrhunderts zeigt den Gott des Weines und des Rausches in tänzerischer Bewegung auf einem Bein stehend, in seinen erhobenen Händen Weinträubel und Kelch, beides in Elfenbein gearbeitet, haltend (Höhe: ca. 30 cm, mit Sockel ca. 32,5 cm). Der Startpreis beträgt 6000,- Euro.

Die Abteilung des Porzellans ist mit mehreren, teils seltenen Meissen-Figuren gut bestückt. Neben der Figurengruppe „Zarin Elisabeth Petrovna zu Pferd“ nach Kaendler in einer Ausführung der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, finden sich unter anderem drei Figuren nach Entwürfen von Alfred König, ein Harlekin der Commedia dell’ Arte sowie ein Hentschel-Kind. Als besonderes Schmankerl gelangt ein selten riesiges Zwiebelmuster-Service zum Aufruf. Unter den über 300 Teilen finden sich neben der üblichen Grundausstattung von Speise- und Kaffeeservice seltene Stücke wie eine Teedose mit Schraubverschluss, ein Nussknacker, eine Rahm-Trenn-Saucière, Terrinen in allen Größen, Crèmetöpfchen, Vasen, Leuchter, eine Spargelplatte mit Siebeinsatz und vieles mehr. Das komplette Service ist bei 1.900,- Euro limitiert.

Unter den Vitrinenobjekten sei als besonderes Kleinod eine in Buchsbaum gearbeitete nussförmige Doppel-Dose mit vielfigurigen, feinst geschnitzten religiösen Miniatur-Szenen erwähnt, die in ihrer Entstehungszeit im 16. Jahrhundert wohl zur Aufbewahrung von Myrrhe und Weihrauch diente. Das Kunstammer-Objekt gelangt für 2.500,- Euro zum Aufruf.



Das Auktionshaus für Kunstauktionen und Gemäldeauktionen in Bamberg

Das inhabergeführte Auktionshaus Richter & Kafitz hat den Ruf ausgezeichneter persönlicher Kundenbetreuung und hervorragender fachlicher Kompetenz.

Richter & Kafitz bieten Ihnen Kunstauktionen, die begeistern!

 

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Highlights vergangener Auktionen

Oskar Mulley, Zuschlag: 55.000,- Euro
Oskar Mulley, Zuschlag: 32.000,- Euro
Otto Pippel, Zuschlag: 5000,- Euro
Carl Spitzweg, Kleines Fächerblatt (Ausschnitt) Zuschlag: 27.500,- Euro
Serge Poliakow, Zuschlag: 36.000,- Euro