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Kunstauktionen in Bamberg
Vorschau Auktion 21. Januar 2012
Erich Heckel
Oskar Mulley
Oskar Mulley
Mundzeug Johann Samuel Schoenberg / Nürnberg
Dreiteiliges, klassizistisches Silber-Mundzeug (Zinken und Klinge Stahl), Meisterpunze Johann Samuel Schönberg / Nürnberg (1776-1852, Meister seit 1805), Beschauzeichen Nürnberg, Feingehaltsangabe „13“. Messer, Gabel und Löffel in dazugehörigem, mit Samt und Seide gefüttertem Original-Etui. Griffenden mit reliefierten Antiken-Darstellungen in Ovalkartuschen. Griffe von Messer und Gabel je beidseitig mit Darstellung einer männlichen Gottheit, bekrönt von Mond und Sternen sowie einer weiblichen Gottheit unter Sonnensymbol reliefiert. Löffel-Griff mit rückseitigem Relief einer weiblichen Gottheit mit Sonne. Gemeint sein könnten der Sonnnengott Helios (später Apoll) mit seinen Geschwistern der Morgenröte (Eos) und der Mondgöttin (Selene). In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist die Thematisierung von Tag und Nacht, von Schatten und Licht mit der mitspielenden Andeutung der Grenzbereiche zwischen den Zuständen ein beliebtes Leitmotiv der Literatur und Kunst der Romantik.
Länge Messer: 23,2 cm, Gabel: 21,2 cm, Löffel: 22 cm. Guter Zustand, Etui mit Altersspuren.
Auktion 21. Januar 2012
Limit: 480.- Euro
Marcus Pernhart
Marcus Pernhart (1824-1871), „Schloß St. Loretto am Wörthersee“ (rückseitige Bezeichnung). Blick über die hügelige Landschaft auf das Panorama mit Schloß St. Loretto und den See.
Öl auf Leinwand, unten rechts signiert, bezeichnet und datiert „P. Markus Klagenfurt 1856“, 65 x 105 cm, dekorativer Rahmen.
Auktion 21. Januar 2012
Limit: 6.000.- Euro
Knieender Engel
Süddeutsch, wohl München, möglicherweise Umkreis Ignaz Günther, Ende 18. Jahrhundert. Holz, vollplastisch geschnitzt, weiß und gold gefaßt. Engelsfigur mit lockigem Haar, den Oberkörper leicht nach vorne gebeugt, in emphatischen Gestus eine Hand zur Brust geführt. Bewegter Faltenwurf des Umhanges. Fassung erneuert, partiell berieben. Höhe: ca. 65 cm.
Auktion 21. Januar 2012
Limit: 800.- Euro
Kabinettschrank aus dem ehemaligen Besitz von Friedrich Rückert
Provenienz: Nachlaß Friedrich Rückert (Schweinfurt 1788 - 1866 Coburg Neuses).
Lack-Kabinett, wohl um 1800. Hochrechteckiges, zweitüriges Corpus mit vorkragendem, geradem Gesims. Die Front sowie die Seiten aufwendig auf schwarzem Grund bemalt in Gold, Rot, Grün und Gelb. Darstellungen von Palast- und Tempelanlagen in Parklandschaften, belebt von vier Personen-Paaren sowie Vögeln und Insekten. Inneneinrichtung mit zwei Einlege-Böden und drei Schüben. Untergestell mit vier gedrechselten, verstrebten Beinen aus geschwärztem Holz wohl ergänzt. Partiell Reste und Fehlstellen ehemals erhaben gearbeiteter Bildelemente. Altersspuren, Restaurierungen und Lack-Retuschen. Innenleben neuzeitlich tapeziert.
Vorliegendes Möbel stammt aus dem ehemaligen Besitz des Universalgelehrten, Orientalisten und Dichters Friedrich Rückert. Wie in der Familie überliefert gelangte das Möbel als Geschenk seines Frankfurter Tabak- und Weinlieferanten in seinen Besitz. Im Hause Rückerts in Coburg-Neuses wurde das exotische Möbel als Medizinschrank genutzt. Die Nutzung erhielt sich in der Familie, wovon ein auf Papier geführtes Inventar zeugt, das an den Innenseiten der Türen befestigt wurde. Akribisch aufgelistet sind Medikamente und Hausmittel mit Mengenangaben. Exemplarisch seien einige Inhaltsangaben genannt: „Marienbader Salz“, „Karlsbader Sprudelsalz“, Myrrhentinktur“, „Balsam gegen Pickeln“.
Maße des Kabinetts (mit Unterbau): ca. 185 x 95 x 45 cm.
Auktion 21. Januar 2012
Limit: 7.500,- Euro
FORTSETZUNG FOLGT
Kunstauktionen 2012 Richter & Kafitz
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